Zur Revolution weihnachtlich spazierend…

Wie schön es doch sein kann, abends gemeinsam flanieren zu gehen, sich Schaufenster anzuschauen, andere Menschen zur weihnachtlichen Zeit alles Gute zu wünschen und an der nächsten Ecke einen Wasserwerfer stehen zu sehen, der von mittlerweile recht bekannten schwarzvermummten Trachtenträgern bewacht wird. Nun dieses Weihnachten gestaltet sich anders, wie es scheint. Während in der letzten Adventszeit noch im ängstlichen Miteinander ausgeharrt wurde, was an Lockdownmaßnahmen noch alles kam, so kehrt nun eine teilweise lockere Aggression bei diversen Spaziergängern ein, die sich wohl aus dem Frust des vergangenen Jahres speist.

Der Unmut wächst und die Zeit naht, wo Regierungsvorhaben und die Ablehnung eines nicht gerade kleinen Teils der Gesellschaft aufeinandertreffen. Dass ein gewisser neuer Bundeskanzler keine Spaltung innerhalb der deutschen Gesellschaft sehen will, scheint seine Funktion im aktuellen Prozess nur noch präziser zu bestimmten.

Aber sei es drum. Die Bevölkerung wird schließlich vor einem ungemein „tückischen“ Virus beschützt, der sogar die Nebenwirkungen der aktuellen Impfkampagne simulieren kann. Ich bin tief beeindruckt: von dem Virus, der Sinnlosigkeit der Maßnahmen, von der Staatsgewalt, die sich von nichts und niemand abhalten lässt, und von dem Teil der Gesellschaft, die noch zwei und zwei zusammenzählen können. Beileibe ist dies immer noch nur ein kleinerer Teil der Gesellschaft.

Aber sei es drum. Wenigstens irgendjemanden fällt es auf und in hunderten von Städten nehmen nun strukturell Spaziergänge für eine menschlichere Gegenwart und wohl auch Zukunft endlich zu. Die bemerkenswerteste Eigenschaften jener Freizeitbeschäftigung besteht darin, dass man sie nicht anmelden muss. Für den Deutschen ein neues und weites Feld ungeahnter Möglichkeiten zur geselligen Erholung von Körper und Geist durch aktiv zelebrierten politischen Widerstand.

Dabei schaut sich der kritische Teil der deutschen Gesellschaft gerade sehr erfolgreich die Haltung „nicht fragen zu müssen“ von den staatlichen Institutionen, insbesondere von der Regierung, ab. Wie schön!

Auch eine Gesellschaft kann lernen, insbesondere wenn sie unter Druck gerät. Der wird allerdings noch größer werden, denn die Späziergänge sind natürlich dezentrale unangemeldete Demonstrationen, die die örtliche Polizei als solche (schlau wie sie ist) erkennt und früher oder später überfordern muss.

Das führt natürlich zu Bundeswehreinsätzen im Inneren – zumindest laut gar nicht so neuer Pläne zur Aufstandbekämpfung. Nun, dass wir dann sogar mit militanter Waffengewalt einen Virus bekämpfen, ist sicherlich neu und fällt hoffentlich auch so manchen Gutmenschen auf, der oder die seit einer Weile dem Narrativ folgen, etwa ein Drittel der Gesellschaft seien antisemitische Rechtsradikale.

Gleichzeitig ist es fast schon ein Glücksfall, wenn der Freund und Helfer Spuren von Zivilisation selbst noch zeigt. Da bedanken sich teilweise die Journalisten vor Ort bei den Ordnungshütern. Anderorts muss man den Spaziergängern danken, dass sie so ruhig geblieben sind. Um Spaziergänger zu provozieren, braucht es schon etwas. Richtig, Gewalt. Und von ihr kann man sich in diversen Foren u.a. auf Telegram herrlich überzeugen lassen, was leider nur diejenigen tun, die ohnehin nicht mehr an einen demokratischen Rechtsstaat glauben können.

Der staatsgläubige Rest wird dankbar für eine mögliche Abschaltung von Telegram sein, denn, was man selbst nicht sieht, sieht einen ja schließlich auch nicht… Das müssen doch alles rechte Spinner sein! Allein schon, weil sie Telegram benutzen! Merkt Ihr noch was?

Niemand von den Schlafschafen wundert sich, warum es in diesem Land so rasant ungemütlicher wird. Und das Verhalten der Regierung lässt noch immer so viele Mitmenschen schlummern, dass man sich fragen muss, ob überhaupt irgendein Aspekt der Außenwelt diese Gruppe der Unkritischen jemals erreichen konnte.

Warum regen sich die Leute denn so auf? Ist doch nur ein kleiner Stich.

Solidarität! Gemeinsam schaffen wir das!

Was schaffen wir? Ein 3-6 monatiges Impfzwangsabo, während wir nach der dritten (freiwilligen) Runde merken, dass die Impfstoffe nicht ganz so funktionieren, wie sie sollten. Eine echte Überraschung gegenüber unerprobten Medikamenten möchte man meinen, aber haben wir kurzfristig denn nicht bereits einschlägige Erkenntnisse erhalten?

Natürlich, die Nebenwirkungen! Aber die interessieren auch keinen.

Wichtiger man lässt sich beim neuen abgeschlossenen Handyvertrag nicht über den Tisch ziehen. In wievielen alltäglichen Situationen eröffnen wir eine Gewinn-Verlust-Rechnung und wägen selbst nach kleinsten Vergleichsmomenten unsere Handlungen ab? Eine (zunächst in Österreich) kommende Impfpflicht mit unerprobten Genzeug gehört wohl nicht dazu. So sehr man der Regierung auch trauen mag, die Stoffe, die uns (und unseren Kindern) eingespritzt werden sollen, sind und bleiben unerprobt. Wieso kommen nicht 100 von 100 demokratische und mündige Staatsbürger auf das hier auftretende und zum Himmel schreiendste Defizit an kognitiver Eigenleistung dieses Jahrhunderts?

Wieso sind es nur 30 von 100? Ist diese Annahme zu optimistisch oder pessimistisch? Es sind zu wenige Mitmenschen! Man kann uns also alles samt Spaltung antun und unsere Gesellschaft wird sich nicht wehren. Die Maßnahmen scheinen unsichtbarer als jeder Virus zu sein. Hier läuft nichts Erkennbares schief. Und wenn wir in Zukunft die Lebensmittelmärkte nur noch auf Händen betreten dürften, wäre noch alles in Ordnung, oder? Dabei müssten so weitsichtige Aussagen von medien-viralen Professoren (viele haben ja nicht gerade die Kriterien des Amtes für unbedingte Wahrheit erfüllt) wie Folgende eigentlich zum Nachdenken anregen (sinngemäß):

Es spräche ja nicht gerade für die Wirksamkeit eines Impfstoffes,

wenn er mehrmals im Jahr verabreicht werden müsste.

Stimmt, aber das wird ein Großteil der Pappnasen auch nicht stören. Rein damit und wenn es sein muss, gleich dreimal! Die nächsten drei Stiche für „alle“ Deutschen sind ja schon längst bestellt. Fehlt nur noch die Pflicht! Gut so, denkt sich der Alltagsdeutsche. Ordnung muss sein und Allgemeinwohl geht über individuelle Freiheit. Soweit argumentiert sogar der Ethikrat. Wahnsinn! Alle Institutionen blöken Gleichklang und die Mehrheit stimmt auch noch darauf ein… Hätten wir das in einem Film gesehen, wären wir für die abtrünnigen Helden gewesen. Und in der Realität?

Wer anders denkt, geht spazieren. Hoffentlich ausdauernd, friedlich soweit es geht. Es wird von Natur aus, nicht dabei bleiben…

Wer wohl länger und ausdauernder schläft – unsere Politik oder 2/3 der Gesellschaft? Mal ne Frage: Wenn der „C“-Virus so rasant und so tückisch bedrohlich mutiert, wie will man eigentlich mit Impfungen hinterher kommen? Das Zeug muss doch auch irgendwie erst entwickelt werden, oder? Während ich mir dann quartalsweise ein Update-Boost gönne, frage ich mich nicht, warum das alles vorher bis zu 10 Jahre Entwicklung gebraucht hat? Geht doch! Wo handfeste Interessen sind, da ist auch ein Weg.

Aber wollen diese Interessen auch wirklich meine Gesundheit?

Morgen sitzen wir wieder unter dem Weihnachtsbaum. Ui, der ist schön! Welche Geschenke es vom Weihnachtsmann wohl geben wird? Für die artigen unendliche Freiheiten, die vor knapp zwei Jahren noch selbstverständlich waren. Für die unartigen Spaziergänger die Rute…

Mir ist nicht nach Weihnachten. Wie kann ich jemanden noch ein glückliches neues Jahr wünschen? Ich wünsche einfach ein einsichtsvolles…

Und dennoch: Ein frohes Weihnachtsfest Euch allen! (Ganz egal, wer Ihr seid!)

 

Euer Paul

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.