Seit knapp einem Jahrzehnt beschäftigt sich Paul Vervé in zahlreichen Seminaren und Fortbildungen mit politischer Bildung und politischer Anthropologie. Einen wesentlichen Prozess sieht Vervé im Aufbau gesellschaftskritischer Diskurse, durch deren Existenz Demokratien überhaupt erst zu Demokratien werden können. Der Mangel an diesen Diskursen und die aktuelle Einseitigkeit ist vielen Mitmenschen seit Anfang 2020 offenbar und geradezu unerträglich geworden.


Dreimal „PA“

 

Sektion 1: „PA“ = Persönliche Angelegenheit

Hier äußert sich der Autor über persönliche Sichtweisen und Gedankengänge. Empörung, Analysen von Argumentationen, die Suche nach Widersprüchen und gesellschaftliche Beobachtungen werden mehr oder weniger sanft zur Sprache gebracht. Auch Emotionen dürfen zu Worte kommen, denn Verzweiflung nötigt zur Zeit viele von uns ungewohnt klare Vernunftfragen zu stellen, wie:

Was soll das alles?

Mit u.a. dieser Leitfrage soll zum Nachdenken, zum Selbstdenken, durch die Wahrnehmung fremder Gedankengänge – hier Vervés – angeregt werden, womit auch das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung zelebriert wird.


Sektion 2: „PA“ = Politische Aufklärung

Es werden hier nicht primär Informationen geteilt, sondern Methoden aufgezeigt, interessengeleitete und verallgemeinernde Narrative zu destruieren. Unsere Leitmedien sind eigentlich immer widersprüchlich und nie wirklich auf einem hohen Niveau der Manipulation gewesen. Das eigentlich aktuell Erschreckende scheint die überaus niedrigen Fähigkeiten und Fertigkeiten der Gesellschaften zur Wahrnehmung und autonomen Verarbeitung von Widersprüchen zu sein. Eigenen Einschätzungen zufolge, liegt das Potential hierfür (optimistisch) bei etwa einem Drittel der deutschen Gesellschaft. Das ist zu wenig. In einer derartigen Situation ist selbst eine Demokratie ein reines Vehikel zur Herrschaft. Dies zu erkennen, ist die Aufgabe der Gesellschaft selbst. Sollte dies nicht gelingen, dann folgt die überwiegende Masse einer Bevölkerung einem vermeintlichen Retter, der ursprünglich die Not herbeigeführt hat und eigentlich für die Opfer zur Verantwortung hätte gezogen werden müssen.


Sektion 3: „PA“ = Politische Anthropologie

Das klare Ziel: Eine Sensibilisierung gegenüber unserer Spezies „Mensch“ auf diesem immer kleiner werdenden Planeten. Die hier angeführten Gedankengänge sind weder spirituell, noch folgen sie tradierten Positionen, sondern versuchen unsere organisatorischen Dilemmata anthropologisch näher zu betrachten, denen wir alle ausgesetzt sind – sein müssen, da sie erst durch uns entstehen konnten…

Wir haben dahingehend bisher nur in einem sehr eingeschränkten Sinn verstanden, was Verantwortung eigentlich bedeutet, so dass wir selbst unseren Kindern keine stabile Gesellschaft dauerhaft bieten können. Warum dieser Mangel auch noch heute eine derart große Rolle spielt, soll aus einer politisch-anthropologischen Perspektive auf eine etwas andere Art und Weise betrachtet  und gedeutet werden.


Die Sektionen unterscheiden sich im Anspruch und (wie oben beschrieben) in ihrer Funktion.

Wer sich mit einer Sektion identifiziert, muss dies mit einer anderen nicht tun. Die Verknüpfung der Sektionen wird hauptsächlich über Buchveröffentlichungen realisiert. Diese Seite kann hier jeweils nur grob „antriggern“ – wie es heute so schön heißt.

Zwei methodische Anmerkungen:

Erstens: Auf dieser Seite wird absichtlich so wenig wie nur irgend möglich ohne Links und Videobeiträgen gearbeitet. Der Grund liegt, in der Priorität formulierter  Gedanken. Informationen gibt es im Netz genug und ich werde flüchtig mich auf diese beziehen. Hier steht aber Interpretation im Vordergrund. Diese sind zwar meine, aber das Interpretieren als Prozess des Bewusstsein und deren Ausdruck sind leider in unserer Gesellchaft echt Mangelware. Die meisten scheinen blind zu glauben, bevor sie sich um eine eigene Deutung der Dinge bemühen. Erschreckend.

Zweitens: Der Begriff „politische Anthropologie“ bezeichnet eine recht kleine Sparte der Anthropologie (aktuell in USA und Frankreich), und schlussendlich auch der Philosophie. Ich verwende, den Begriff nicht im wissenschaftlichen Sinn. Die Gründe sind einfach. Zum einen finde ich in den akademischen Zirkeln dieser Disziplin meine Fragen nicht wieder. Auch der recht konservative Umgang mit brisanteren Fragestellungen sagt mir nicht zu. Zum anderen habe ich keinen Ausdruck gefunden, der das Spektrum meiner Fragen besser abdeckt. Somit definiere ich zum Teil den Begriff „politische Anthropologie“ neu. Das muss nicht schlecht sein…

Willkommen am Lagerfeuer philosophischer und anthropologischer Überlegungen…

Euer Paul

Paul Vervé
Autor

Paul Vervé – Philosoph und Anthropologe