Neulich bei den Viren…

Moderator im Fernsehstudio kurz vor dem Interview:

Hallo liebe Zuschauer,

hier im Studio „Lockup“ in Inzidenzia darf ich einen ganz speziellen Gast begrüßen, der uns über sein überaus grauenvolles Schicksal der letzten zwei Jahren erzählen wird. Wir werden über Leid und Elend berichten und Sie werden schockiert sein, wie erbarmungslos mit Unseresgleichen nicht erst seit gestern umgegangen wird. Bleiben Sie dran!

[Werbepause…: Warum einen Wirt nehmen, wenn man zum doppelten Preis zwei haben kann? – Neuer Tourneeplan der Popgruppe: Rolling Virus mit ihrer Tour DESINFECTION – Haben Sie auch Probleme mit Wirten, die andauernd ihre Hände waschen?]

Weiter im Programm…

M: Und hier kommt unser Gast. Wir begrüßen aus der Grippefamilie stammenden Freundin und Mitvirus: CORINNA CORONA!

C: Oh, Hallo an alle!

M: Hallo Corinna! Schön, dass sie heute abend bei uns sind.

C: Danke, ich freue mich auch hier zu sein (grins, schüchtern).

M: Wir wollen unseren Zuschauern gern über ihre überaus grauenvollen Erfahrungen berichten. Können Sie uns in knappen Sätzen zunächst das Grundproblem schildern.

C: Aber gern. Nun, es ist sicherlich auch anderen Viren aufgefallen, dass die Verweildauer auf einem Wirt rapide gesunken ist. Speziell bei Menschen macht der Wettlauf synergetischer Entwicklung zwischen ihnen und uns einfach kaum noch Sinn. Es macht fast den Eindruck, als hätte diese Seite der Natur aufgegeben.

M: Woraus schließen das?

C: Die Wirte sterben früher als sonst. Aus dem ganzen Lymphozytengewirr vor Ort wird ja niemand wirklich schlau und die Medien berichten fast ausschließlich widersprüchlich.

Also „natürlich“ erscheint mir das alles längst nicht mehr.

M: Haben Sie irgendetwas anders gemacht als sonst oder eine Abmachung nicht eingehalten?

C: NEIN! [völlig, entrüstet] Die Entwicklungskette ist bisher ohne größere Unterbrechung verlaufen, … und ich kann das sagen, denn ich war ja evolutionär schließlich vor dem Wirt (Mensch) da. Neu ist einerseits, dass die Menschen mir jetzt von einer Hochsaison zur nächsten immer neue Namen geben, obwohl ich vom Grundaufbau immer gleich bleibe. Andererseits rechnen die Menschen meinetwegen in „Wellen“. Stellen Sie sich vor: Wir sind schon in der vierten Welle. Als ob ich nicht zwischendurch mutieren würde… so ein Quatsch. 

M: Die spinnen, die Menschen! Weiter bitte…

C: Gern. Also neulich habe ich mein Quartier aufgeschlagen: Der Wirt war überaus alt, Raucher, fettleibig, medikamentensüchtig seit Jahrzehnten, die zelluläre Müllabfuhr hat – schon seit Jahren – den Dienst eingestellt (Krebs). Ich dachte mir schon. Gemeinsame Entwicklung? Fehlanzeige. Nix mehr da. Noch auf der Intensivstation zelebrierte man eine Kontraindikation nach der anderen… und wer bekam schlussendlich die Schuld? Raten Sie mal! Das Beste kommt aber noch: Stellen Sie sich vor, da gibt es eine menschliche Expertengruppe, die nichts anderes macht, als zu untersuchen, wie ich verfrüht mein Haus verliere!

M: Die Pathologen.

C: Genau!

M: Und es wurde noch nichts unternommen?

C: Nein, die Wirte versterben auf unnatürlichem Wege wie die Fliegen und die meisten behaupten sogar noch, ich wäre dafür verantwortlich. Dabei sind einige meiner Verwandten viel schlimmer.

M: Das ist ja ungeheuerlich!

C: Sie sagen es. Was hab ich mit Thrombosen und Myokarditis zu tun? Ich bin doch, wie jeder weiß, eine Lungenerkrankung und zu 80% nicht symptomatisch, mit seltenen schweren Verläufen. Ja, okay. Manchmal steigt der Wirt aus dem Spiel der Natur aus. Aber bei den Vorerkrankungen ziehe ich ja auch nicht freiwillig hin… Sorry, so viel Verstand habe ich auch noch.

M: Ganz bestimmt. Aber so etwas sagt man Ihnen wirklich nach?

C: Ja.

M: Nicht zu fassen.

C: Dabei sind Fremdkörper, Lymphozyten überall und das ganze Umfeld scheint teilweise entzündet, teilweise schon nekrotisch. Und das auch noch unabhängig vom Alter. Da zieht doch ein Virus schon prinzipiell nichts mehr hin – bei diesen Aussichten.

M: Nicht wirklich lohnenswert.

C: Aber die Schuld habe „ich“ natürlich – noch vor Einzug. Hier passt doch was nicht!

M: Sie sagen es. Das klingt hochgradig unnatürlich. Ich verstehe Ihr Dilemma.

C: Daraufhin haben die Menschen mir zu allem Überfluß auch einen Spitznamen gegeben: Covid.

M: Das grenzt an Sadismus.

C: Tja, aber es kommt noch besser.

M: ?

C: Jetzt sollen alle Wirte mit den Fremdstoffen regelmäßig versorgt werden. Jetzt frage ich Sie: Wo sollen wir denn hinziehen, wenn sich die Wirte frühzeitig aus der Entwicklung nehmen? Als wäre Evolution durch Pluralismus Schnee von gestern.

M: [verängstigt] Meinen Sie die „Mobilienblase“ wird platzen?

C: Ich fürchte es fast schon. Soviel Wachstum und so wenig Verstand. Da meint es die Natur mal gut mit uns beiden und dann das.

M: Meinen Sie nicht, dass dies nur vorübergehend ist?

C: Sieht nicht so aus. Aus reproduktiven Insiderkreisen „soll“ die Lieferkette der Wirte auf unbestimmte Zeit unterbrochen werden.

M: Das kann nicht vernünftig sein. Das wäre für die Spezies der totale „Blackout“.

C: Die menschlichen Wirte sind radikal geworden. Anders kann ich mir das nicht erklären. Eine so junge Spezies und schon so blöd. Bitte verstehen Sie mich nicht falsch. Ich möchte unseren biologisch-evolutionären Sparringspartner nichts Schlechtes wünschen, aber manchmal denke ich, um die sollte sich wieder Mutter Natur kümmern…

M: Ich kann es Ihnen wirklich nachfühlen. Wollen Sie den Zuschauern noch etwas mit auf den Weg geben?

C: Ja. Freunde und Verwandte, geht zu den Ungeimpften! Alle anderen sind aus dem Spiel der Entwicklung ausgeschieden… Sorry, für die schlechte Nachricht.

M: Wir danken für Ihre Offenheit! Hoffen wir das Beste.

C: Ich danke auch. Wiedersehen.

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